Exotische Fallbeispiele aus der Reptilienauffangstation München – Spornschildkröte, Hornviper und Kornnatter
Seit 2025 gehört der gemeinnützige Tierschutzverein „Auffangstation für Reptilien, München e.V.“ zu unseren Kunden. Als größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland übernimmt der Verein die Aufnahme, Versorgung, Pflege sowie die Vermittlung von exotischen Haus- und Heimtieren, die ihm anvertraut werden.
Bis zur Einführung unserer digitalen Röntgenlösungen war die Auffangstation für die Anfertigung von Röntgenaufnahmen auf externe Einrichtungen angewiesen. Mit unserer Röntgentechnologie können die Untersuchungen heute direkt vor Ort durchgeführt werden. Dadurch entfallen zeitaufwendige Transportwege, während gleichzeitig eine flexible, schnelle und unabhängige Diagnostik ermöglicht wird.
Wir freuen uns, dass wir die wichtige Arbeit der Auffangstation mit unseren Röntgensystemen erleichtern können und auch regelmäßig mit spannenden Fallbeispielen versorgt werden. Der Tierschutzverein beschlagnahmte mehrere Schlangen und zwei Spornschildkröten aus nicht artgerechter Haltung. Die Tiere zeigten auffälliges Verhalten und wurden daher einer Röntgenuntersuchung unterzogen.
Lesen Sie hier mehr über unsere Erfolgsgeschichte mit der Reptilienauffangsstation.

Fall 1: Spornschildkröte
Die Röntgenaufnahmen der Spornschildkröten zeigten einen überfüllten Magen-Darm-Trakt, obwohl diese eigentlich nicht gut genährt waren (siehe Abb. 2). Es stellte sich heraus, dass sie aus Nahrungsmangel Einstreu und andere Reste fraßen, was zu Verstopfungen führte.

Nachdem Ursache und Problematik erkannt worden waren, konnten die Tiere gezielt behandelt werden. Mittlerweile haben sich beide Schildkröten gut erholt und stehen bereit zur Vermittlung.
Fall 2: Kornnatter & Hornviper
Bei einer Kornnatter (Siehe Abbildung 1, 2), die auf einer Baustelle entdeckt wurde, und einer zuvor abgegebenen Hornviper (Siehe Abbildung 3, 4 ) wurden eigenartige Strukturen festgestellt.
Zunächst vermutete man eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Die anschließenden Röntgenaufnahmen haben jedoch deutlich gezeigt, dass beide Tiere an einer Osteodystrophie litten. Durch diese Erkrankung waren sie in ihrer Bewegung erheblich eingeschränkt und konnten ihr natürliches Verhalten nur sehr eingeschränkt ausleben.




Nach langer und sorgfältiger Abwägung aller Möglichkeiten, war aus Gründen des Tierschutzes eine Einschläferung unvermeidlich. Ein späterer Laborbefund ergab zudem, dass die Kornnatter unter einem starken Salmonellenbefall litt, der möglicherweise in Zusammenhang mit der Erkrankung steht, wie das Team der Reptilienauffangstation vermutete.
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